Eigenbedarfskündigung

Hausrat nach der Eigenbedarfskündigung, eingelagert in einer Scheune
Die Eigenbedarfskündigung ist oftmals, ob vorgetäuscht oder nicht, eine Zumutung. In diesem Fall mussten die Mieter Ihren Hausrat über Wochen hinweg in einer Scheue einlagern, ehe sie in eine neue Wohnung einziehen konnten.

Im Februar 2019 bezogen meine Frau, mein Sohn und ich eine Mietwohnung in Schifferstadt. Bereits neun Monate nach dem Einzug hatten wir Post vom Rechtsanwalt der Vermieter: Per Einschreiben ging uns in der Vorweihnachtszeit die Eigenbedarfskündigung zu.

Diese Internetpräsenz dient mir unmittelbar dazu, das, was wir erlebt haben, darzustellen, um so anderen Betroffenen aufzuzeigen, wie der Prozess Eigenbedarfskündigung ablaufen kann. Außerdem verfolge ich mit dieser Internetpräsenz Ziele, die ich unten erläutere.

Da ich dieses Projekt während meiner Freizeit betreibe, entwickle, auf- und ausbaue, haben Sie bitte Verständnis für die Lückenhaftigkeit der Informationen. „Panta rhei“: Das gilt besonders für eine Internetpräsenz, die eben nicht wie ein Buch oder andere alte Medien, zu einem Zeitpunkt X veröffentlicht wird. Für mich ist diese Seite ein wichtiges Projekt, das ich mit Hand- und Fuß entwickeln möchte. Andererseits sind Ent-Wicklung und Ent-Faltung sprachlich streng nur als Prozesse begreifbar. Zu Prozess und Mensch gehört bei schöpferischer Tätigkeit (und die Entwicklung dieser Internetpräsenz verstehe ich auch als solche) immer auch die Unvollkommenheit. Erwarten Sie, lieber Leser, also nicht die eine Antwort, den einen richtigen Weg, sondern lernen Sie durch das Sich- Auseinandersetzen mit dem, das anderen widerfahren ist

Ziele von Eigenbedarfskündigung.net

Kurzfristig

Bis etwa 09/2020 möchte ich einen Anlaufpunkt für die Opfer vorgetäuschter Eigenbedarfskündigungen und anderer Eigenbedarfskündigungen schaffen, die dem Mieter schadeten. Dieser soll anderen Geschädigten solchen Vorgehens beim Umgang mit der Eigenbedarfskündigung helfen und Ihnen Mut machen, sich zu wehren.

Mittelfristig

In circa drei Jahren beabsichtige ich, diesen Anlaufpunkt dergestalt erweitert zu haben, dass die Nutzer auf eine Fallsammlung zurückgreifen können. Weiterhin sollen bis dahin auf der Internetpräsenz Fach-Rechtsanwälte zu finden sein, die hilfreich sind, gegen vorgetäuschte Eigenbedarfskündigungen und andere Eigenbedarfskündigungen vorzugehen, die dem Mieter Schaden verursachten.

Auch möchte ich mittelfristig die Basis für eine Vereinsgründung oder eine vergleichbare Institutionalisierung schaffen, um so Opfern effektiver helfen und gegen Täter wirksamer vorgehen zu können.

Langfristig

Auf lange Sicht möchte dazu beizutragen, dass:

  • vorgetäuschte Eigenbedarfskündigungen als Strafttaten verfolgt werden
  • gesetzlich geregelt wird, dass Eigenbedarfskündigungen, die nicht vorgetäuscht sind, gleichwohl während der ersten Jahre eines Mietverhältnisses mit einem Lastenausgleich für den gekündigten Mieter verbunden werden.

Möchten Sie etwas beitragen?

Vielleicht möchten Sie als Opfer einer vorgetäuschten Eigenbedarfskündigung Ihren Fall für diese Internetpräsenz bereitstellen? Aber auch eine Eigenbedarfskündigung beispielsweise nach weniger als 12 Monaten oder selbst 2 Jahren Mietdauer, kann erhebliche Schäden für die Mieter verursachen. Manchmal wusste ein womöglich Geschädigter nicht, dass die Eigenbedarfskündigung unrechtmäßig war bzw. bekam erst später „Wind davon?“: Mit Ihrem Fall machen Sie aus erster Hand transparent, wie sich eine (vorgetäuschte) Eigenbedarfskündigung anfühlt. Welche Folgen – psychischer und/oder finanzieller Art – haben oder hatten sie womöglich zu verkraften?

Falls Sie mich beim Aufbau dieser Internetpräsenz mit Ihrem Fall unterstützen möchten, schreiben Sie bitte an post@eigenbedarfskündigung.net.